Fluoreszeinangiographie

Eine Angiographie ist eine Gefäßdarstellung zur Beurteilung der Durchblutung der Netzhaut vor allem bei diabetischen Netzhautveränderungen, Durchblutungsstörungen (Thrombosen) und der Makuladegeneration (AMD).

Bei der Fluoreszeinangiographie erhält der Patient den gelben Farbstoff Fluoreszein in eine Armvene gespritzt. Nach etwa 15-20 Sekunden zeigt sich dieser Farbstoff in den Gefäßen am Augenhintergrund, was zusätzlich auch etwas über die Funktionsleistung des Herzens aussagt.

Es erfolgt eine Serie von speziellen Aufnahmen des Augenhintergrundes bis zu 10 Minuten nach der Injektion des Farbstoffes.

Hierbei richtet sich das Augenmerk insbesondere auf die Blutgefäße. Gefäßverschlüsse, durchlässigen Bereiche (Leckagen), Ödeme (Flüssigkeitsansammlungen) und auch Gefäßneubildungen (Neovaskularisationen) lassen sich kontrastreich darstellen.

Als Farbstoff kommt nebem dem Fluoreszein das Indocyaningrün (ICG) zum Einsatz (Indocycaningrün-Angiographie). Neben der Bezeichnung Fluoreszeinangiografie ist auch der Begriff Fluoreszenzangiografie gebräuchlich.

Bis vor wenigen Jahren Jahren war nur diese invasive und dadurch mit Risiken behaftete Aufnahmetechnik verfügbar.

Heute gibt es darüber hinaus die moderne, nicht-invasive und risikofreie Untersuchungsmethode des Spectralis-OCT.